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Rote Augen bei Personenaufnahmen, keiner will das haben!

Rote Augen bei den Bildern von Personen – wer kennt dieses leidige Thema nicht?!

Keiner will die „roten Augen“, aber jeder bekommt sie gratis :(

Warum tritt dieser Effekt der roten Augen überhaupt auf?

Die Ursache ist leicht gefunden und erklärt.
Dieser Effekt tritt immer dann auf, wenn das Blitzgerät fast in gleicher Achse wie das Objektiv montiert ist – also fast auf der optischen Achse ist. Das heißt bei allen Kameras die einen eingebauten Blitz haben. Das sind Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras die einen Mini Blitz im Sucherprisma eingebaut haben. Meistens passiert das aber auch wenn der Kompaktblitz im Blitzschuh der Kamera montiert wird.
Was leuchte da aber dann so rot?
Hervorgerufen werden die „roten Augen“ durch die Reflexion des Blitzlichtes beim Auftreffen auf der stark durchbluteten Netzhaut. Wenn also die Person direkt in das Objektiv blickt, so kann man sich fast sicher sein, dass der Effekt auftritt. Dabei wird das  reflektierte Blitzlicht direkt in gerader Linie ins Objektiv zurückfällt.

rote Augen

***Vorbeugende Maßnahmen***

Wie vermeide ich den Effekt der „roten Augen“?

Beeinflussen kann man den Effekt durch verschiedene Arten von Blitzmethoden.

Durch Verwendung von Stabblitzgeräten werden rote Augen verhindert!

• Wenn ein externer Blitz nicht direkt auf der Kamera, sondern etwas seitlich auf einer Blitzschiene montiert ist, dann tritt der Effekt nicht mehr auf. Der gleiche Fall ist auch bei der Verwendung eines Stabblitzgerätes, das ist auch seitlich oder oberhalb der optischen Achse montiert.

Beim indirektes Blitzen gehören die roten Augen der Vergangenheit an!

• Eine weitere Möglichkeit ist es, wenn man das Blitzgerät gegen die Decke dreht und indirekt blitzt. Der Vorteil dabei ist, dass es keine roten Augen gibt und dass das Licht sehr weich ist, daher auch keine harten Schatten erzeugt. Der Nachteil bei der Methode ist es, dass man eine etwas kräftigeres Blitzgerät benötigt, da immer mit relativ hoher Leistung geblitzt wird (Streuverluste). Da diese Art des Blitzens an die Kapazität der Akkus geht ist es ratsam immer Ersatzakkus aufgeladen mit dabei zu haben und vor allem Akkus mit möglichst hoher mAh Zahl verwenden, z.B. 2700 mAh.

Keine roten Augen mehr, durch entfesseltes Blitzen

• Die Methode des „entfesselten Blitzens“. Bei der Methode gibt es ein „Master Blitzgerät“ und, oder ein oder mehrere Slave Blitzgeräte. Das Master Blitzgerät ist von der Kamera getrennt. Meist sind mehrere Blitzgeräte im Raum positioniert und werden durch das „Master Blitzgerät“ ausgelöst. Die Auslösung erfolgt entweder durch eine Kabelverbindung, durch Infrarot oder über Funk am Master Blitzgerät. Die restlichen Blitzgeräte haben eine sogenannte Slave Funktionseinstellung und blitzen beim auslösen des Master Blitzes mit. Auch hier gilt als Empfehlung, den Blitz gegen die Decke zu richten um ein gleichmäßiges weiches Licht mit weichen Schatten zu erhalten, als direkt das Objekt an zu blitzen, da es hier ansonsten sehr harte Schatten gibt. (Diese Methode ist nur dann möglich, wenn die Decke nicht zu hoch ist – also nicht in Kirchen und nur dann, wenn die Decke weiß ist – ansonsten würde bei einer färbigen Decke alles im Raum stehende auch mit dem bunten Reflexlicht eingefärbt.)

Studioblitzanlage der „rote Augen“ – Killer ;)!

• Eine Alternative ist eine Studioblitzanlage, egal ob eine professionelle, oder eine kleine kompakte Blitzanlage. Bei der Verwendung einer solchen tritt der Effekt der roten Augen  nie auf. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass die Blitzgeräte meist weiter von der Person entfernt stehen und wesentlich seitlicher aus der optischen Achse Objekt entfernt sind, ganz im Gegensatz zu den Kompaktkameras mit eingebautem Mini-Blitzgerät oder dem Aufstecken eines Kompaktblitzgerätes im Blitzschuh der Kamera.

Vorblitzen ist keine Option gegen rote Augen!

• Modernen Kameras und auch die Blitzgeräte haben in den Einstellungen die Mölichkeit des Vorblitzens eingebaut. Es wird damit häufig versuchen, den Effekt der roten Augen durch ein sogenanntes Vorblitzen zu eliminieren oder zumindest zu verringern. Man will durch das Vorblitzen erreichen, dass sich die Pupillenöffnung verkleinert und dadurch die Reflexion des Blitzlichtes auf der Netzhaut verringert wird. Ein tatsächliches Verhindern der roten Augen kann aber nur dann erzielt werden, wenn die Person nicht direkt in den Blitz oder das Objektiv sieht.
Folgendes stört allerdings wesentlich mehr. Bei der Erzielung eines sympathischen, freundlichen Portraits sollten die Pupillen weit offen sein. Das sind Erkenntnisse aus der Verhaltensbiologie und der Wahrnehmungspsychologie. Heißt also, bei kleinen Pupillen wirken die Menschen nicht so freundlich, offen und sympathisch, als bei offenen Pupillen.

Daher ist diese Alternative recht und schlecht eine reine Notlösung, oder eher ein Verkaufsgag der Kamerahersteller.

Wer jetzt denkt der Effekt der roten Augen tritt nur beim Menschen auf – weit gefehlt. Auch bei einer reihe von Tierarten finden wir diesen Effekt – allerdings nicht zwingend mit „roten Augen“. Tiere die in der Dunkelheit gut sehen müssen, bei denen ist die Netzhaut mit einer reflektierenden Schicht überzogen. Besonders bekannt ist das Phänomen bei Katzen und Eulen. Wir kennen ja auch den Begriff der „Katzenaugen“, bei reflektierenden Lichtreflektoren auf unseren Fahrrädern. Hier war die Katze den Namenspate.

So werden in der professionellen Fotografie rote Augen mit Photoshop CS5 entfernt!


 

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